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Ohrkerzenbehandlung

Traditionelle Therapie neu entdeckt für Schwerhörigkeit, Tinnitus, Atemwegsbeschwerden und mehr

Behandlungen mit Ohrkerzen kannten schon sehr früh die Ureinwohner Nord- und Südamerikas und Südostasiens. In Deutschland werden Ohrkerzen seit ca. 1985 eingesetzt und haben inzwischen einen festen Platz in der Naturheilkunde erlangt.  

Mit der traditionellen Ohrkerzentherapie können viele Beschwerden und Leiden gebessert oder auch ganz beseitigt werden, die mit dem Ohr, den Nebenhöhlen und benachbarten Organen im Zusammenhang stehen. 

Bei Schwerhörigkeit und Tinnitus (ständige Ohrgeräusche) sind die Ohrkerzen oft sehr erfolgreich einzusetzen. Auch unser Gleichgewichtsorgan sitzt im Ohr, und so wundert es nicht, dass auch Gleichgewichtsstörungen gut auf die Ohrkerzenbehandlungen ansprechen. 

Aber auch hartnäckige Beschwerden der Nasennebenhöhlen lassen sich meist positiv beeinflussen, denn durch die sogenannte Eustachische Röhre sind ja die Ohren mit dem Rachenraum, also mit Mund und Nase verbunden. 

Die Ohrkerze selbst besteht aus Baumwolle, die in Bienenwachs getränkt und zusammengerollt wurde. In der Mitte ist die Kerze hohl, so dass beim Abbrennen ein Kamineffekt entsteht. Eingearbeitet in die Wachsschicht sind je nach Sorte Kräuter oder andere Wirkstoffe, die entsprechend dem Therapieziel ausgewählt werden. So haben sich z.B. bei hartnäckigen Beschwerden der Atemwege und Nebenhöhlen Thymiankerzen bewährt, für die Behandlung von Ohrgeräuschen und Schwerhörigkeit z.B. Schwedenkräuter. Gute, für die Naturheilkunde geeignete Produkte bestehen ausschließlich aus natürlichen Stoffen und sind frei von Paraffinen, Kunststoffen, Aluminium etc. 

Die Ohrkerze wird am oberen Ende angezündet und vorsichtig mit dem unteren Ende ein bis zwei Millimeter in den äußeren Gehörgang gedreht, während der Patient auf der Seite liegt. Es entsteht dabei nur eine kleine Flamme, und die Kerze brennt ganz langsam ab. Wenn die Kerze nach ca. 15 bis 20 Minuten zu 2/3 heruntergebrannt ist, wird sie gelöscht. So bleibt die Flamme immer ca. 6 cm vom Ohr entfernt. Danach wird das Ohr mit einem speziellen Ohrlöffelchen schonend und gründlich gesäubert, denn durch das Aufsteigen der erwärmten Luft lösen sich oft Ablagerungen aus dem äußeren Gehörgang und steigen an die Oberfläche. 

Die Ohrkerzenbehandlung darf nur angewendet werden, wenn das Trommelfell intakt ist. Bei einem entzündeten oder verletzten Trommelfell, oder wenn bei einer Mittelohrentzündung Röhrchen ins Ohr eingesetzt wurden, ist diese Behandlung daher erst dann möglich, wenn das Trommelfell wieder vollständig geschlossen ist. Dann aber kann sie sehr gut eingesetzt werden, um die endgültige Ausheilung zu fördern und Rückfälle zu verhindern. Auch bei Kindern ist die Methode gut anwendbar. 

Bei Interesse rufen Sie mich gerne an.