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Homöopathie

Bereits im 19. Jahrhundert entdeckte der Deutsche Arzt Samuel Hahnemann die grundsätzlichen Regeln der klassischen Homöopathie, insbesondere das Ähnlichkeitsprinzip. 

Hahnemann hat zunächst durch einen Selbstversuch und später durch viele weitere Versuche festgestellt, dass eine Krankheit durch ein Mittel geheilt werden kann, das bei einem Gesunden genau die Symptome hervorbringt, die der Kranke zeigt.

Man kann sich das in etwa so vorstellen als würde der Lebenskraft ein Spiegel vorgehalten. Wenn wir morgens verschlafen und mit wirren Haaren aufstehen und so durchs Haus laufen, ist uns dieser Zustand vielleicht gar nicht bewusst. Wenn wir jetzt in den Spiegel schauen stellen wir verwundert fest „Ach, so sehe ich aus!“ Wir greifen zu Kamm oder Bürste und bald schon ist unser Äußeres in Ordnung gebracht. So in etwa kann man sich das mit der inneren Ordnung und der Lebenskraft vorstellen. 

Beispiel: Bei einer Erkältung, kann Allium cepa (der potenzierte Saft einer Küchenzwiebel) das richtige Mittel sein, wenn sie mit reichlich fließendem klarem Schnupfen und tränenden Augen verbunden ist. Denn dies sind die Symptome, die der Saft der Zwiebel hervorruft. Jede Hausfrau kennt sie aus der Küche.

Die homöopathische Behandlung einer akuten Erkrankung ist relativ einfach und meist können Sie noch am Tag der Konsultation Ihr Mittel bekommen. 

Ihre wirklichen Stärken spielt diese Behandlungsmethode aber bei den chronischen Krankheiten aus. Hier ist die Behandlung – und insbesondere die Fallaufnahme etwas umfangreicher, weil auch die Besonderheiten im familiären Umfeld, die Krankengeschichte der Vorfahren etc. zu berücksichtigen sind. Dafür werden Sie aber vielleicht belohnt mit meist dauerhafter Heilung. Denn wir haben dem Körper keine Veränderung aufgezwungen, sondern ihm den Weg gezeigt, sich selbst zu heilen.